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6. Juni 2008 - 12:46 Uhr
WZ-Bus in Bockum: Pastor kritisiert Kirchvorplatz
von Daniel Gonzales und Ulrike Sinzel
Die Idee einer Boulebahn begrüßen einige Bockumer.
 
 

Krefeld. Angestoßen vom Stadtteilcheck der Westdeutschen Zeitung kam zu Tage, dass es in Bockum unter anderem an einigen Ecken ein Müllproblem gibt, Löcher in den Straßen zu finden sind und es unübersichtliche Kreuzungen gibt. Beim WZ-Bus, der vor der Gertrudis-Kirche parkte, hatten die Bockumer die Gelegenheit, ihre Meinung zu sagen.

Jochem Krebs freut sich als Vorstandsmitglied des TSV Bockum über die Idee, eine Boulebahn im Park von Haus Neuenhofen zu installieren: „Das ist klasse, denn wir möchten auch gern eine Boulegruppe bei uns gründen. Einen Versuch ist es Wert“, sagt Krebs und schwärmt von den Boulebahnen in Südeuropa. Was ihn stört, sind die wuchernden Hecken an Wittens Gasse und Goldsteinweg. „Die Hecken dort müssten dringend zurückgeschnitten werden, damit die Gassen wieder mit dem Fahrrad befahrbar sind“, meint Krebs.

Das sieht Marianne Giesen genauso: „Da sind riesige Brennesseln. Außerdem ist der Belag der Wittens Gasse eine Katastrophe: Da sind riesige Löcher drin. Letztens haben da zwar Leute von der Stadt etwas reingekippt; die haben aber die Hälfte vergessen. Bei Regen müssen Sie da mit Gummistiefeln durch.“

Nicole Buchmann sieht ein ähniches Problem rund um die Wohninsel Glindholz-, Windmühlen-, Keutmannstraße: „Dort ist der Bürgersteig so marode, dass es unmöglich ist, mit Rollator oder Kinderwagen drüberzugehen. Oft sehe ich alte Leute mit Rollator auf die Straße ausweichen – das ist natürlich gefährlich.“

Einen weiteren Gefahrenpunkt nennt Pastor Karlheinz Alders. Er hält die Zufahrt zum kleinen Parkplatz neben der Kirche für „kriminell“. Sie liegt direkt in der Kurve der Uerdinger Straße. „Es kommt permanent zu gefährlichen Begegnungen, vor allem wenn jemand in den Parkplatz abbiegen will“, hat Alders beobachtet. Eine optimale Lösung wäre ein Kreisverkehr am Knotenpunkt Uerdinger Straße / Schütenhofstraße. Zudem erinnert der Pastor von St. Gertrudis an das Versprechen der Stadt, die Fläche vor dem Seitenausgang zu begrünen. „Die asphaltierte Fläche alleine ist wenig ansehnlich“, sagt der Pastor.

Mit einer pfiffigen Idee sorgt Peter-Josef Macharey persönlich für Sauberkeit in seinem Stadtteil: In einer rundlichen Box am Gürtel trägt er Hundekottüten mit sich. Dass dies aber nur einen Tropfen auf dem heißen Stein ist, weiß der weit gereiste Mann. „Ich war kürzlich in New York und Washington. Dort stehen an den Straßen viel mehr Papierkörbe. Das Ergebnis sind saubere Straßen“, sagt Macharey. Den Umbau des Bockumer Platzes hält er für „rausgeworfenes Geld“. „In einigen Jahren wird sich die Stadt fragen, wenn die Kassen noch leerer sind: Warum haben wir das gemacht?“

Werner Fuhr kann da nur zustimmen: „Ich halte von der Umgestaltung des Bockumer Platz nichts; die Regelung mit der Rechtsabbiegespur dort ist sehr unglücklich.“ Auch die Idee, eine Boulebahn zu bauen, lehnt er ab: „Das wird auf Dauer nicht angenommen.“

Der Fahrradhändler Tim Weyers findet die Idee mit der Boulebahn dagegen gut. Als Inhaber eines Fahrradgeschäfts am Bockumer Platz sieht er beim Radweg vor seiner Tür ein Problem: „Der ist sehr gefährlich, weil er zu nah am Verkehr ist. Immer wieder sehe ich Leute, die ihre Autotür aufreißen ohne zu gucken, ob ein Radfahrer kommt. Da gab es auch schon einige Unfälle.“

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